Deine Privatsphäre ist uns wichtig!

Wir verwenden Cookies, um unsere Website für dich zu verbessern – ganz ohne versteckte Tracker. Du entscheidest, was du zulassen möchtest.

Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich.
Statistik Cookies erfassen Informationen anonym. Diese Informationen helfen uns zu verstehen, wie unsere Besucher unsere Website nutzen.
Marketing-Cookies werden von Drittanbietern oder Publishern verwendet, um personalisierte Werbung anzuzeigen. Sie tun dies, indem sie Besucher über Websites hinweg verfolgen.
Direkt zum Seiteninhalt springen
Blick in eine aufklappbare Zapfsäule in rot-gelb

Straßenverkehr

Dauerausstellung

Straßenverkehr

Darum geht's

Ob zu Fuß, per „Drahtesel“ oder Luxuslimousine: Der Mensch war und ist ständig unterwegs. Die Ausstellung „Mensch in Fahrt“ schlägt auf 1.400 Quadratmetern einen Bogen vom vorindustriellen Ochsenkarren bis zur massenhaften Verbreitung des Autos im 20. Jahrhundert.

Der mobile Mensch: Verkehrsmittel, Stadtleben, Umweltfolgen

Elf Themeninseln geben Einblicke in die Welt des Reisens und der Autorennen, informieren euch über geniale wie gescheiterte Erfindungen und illustrieren den Weg in die automobile Gesellschaft. Die Ausstellung porträtiert Menschen, die auf besondere Weise mit der Geschichte der Mobilität verbunden sind. Rote Kästen an den Wänden überraschen beim Öffnen mit kuriosen Exponaten wie dem Wackel-Elvis. Wimmelbilder laden auch Kinder zum Entdecken ein. Eine Comic-Strecke und ein Hörspiel begleiten euch durch die Ausstellung. Großformatige Fotografien der Künstlerin Charlotte Sonntag bringen eine zusätzliche Perspektive zum Thema Mobilität ein. Die stimmungsvollen Nachtaufnahmen zeigen das Tempo und die Lebendigkeit, die erst der Verkehr in die Statik des gebauten Stadtraumes bringt.

Blick in die Straßenverkehr-Ausstellung: Eine große Halle mit Stahlkonstruktion an der Decke. Ein breiter Gang zwischen niedrigen Podesten mit verschiedenen Fahrzeugen und Objekten.  Zwei kleine Mädchen laufen durch die Ausstellung.
Mit Schwung die Welt des Straßenverkehrs erkunden - das geht in unserer Ausstellung kinderleicht! SDTB/ Foto: Ériver Hijano 1/1

Masse versus Klasse

Die Erfindung des Automobils in den späten 1880er Jahren hat die Welt nachhaltig verändert. Sein Siegeszug war anfangs alles andere als sicher. Gottlieb Daimler, der Erfinder des ersten vierrädrigen Kraftfahrzeuges mit Verbrennungsmotor, schätzte noch Ende des 19. Jahrhunderts: „Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.“ Tatsächlich konnte sich lange Zeit nur eine gutbetuchte Minderheit ein Automobil und gegebenenfalls den dazu gehörigen Chauffeur leisten. In der Ausstellung stehen Fahrzeuge wie der Benz 21/50 von 1914 oder der Mercedes Nürburg von 1929 für diesen Luxus.

Der Luxuscharakter des Automobils änderte sich in den USA bereits vor dem Ersten Weltkrieg. 1908 brachte Henry Ford einen Kleinwagen auf den amerikanischen Markt: das Model T. Durch die Einführung der Fließbandfertigung 1913 konnte er den Preis deutlich senken und Autos ohne Chauffeur auch für Normalverbraucher erschwinglich machen. Der Ford T, auch Tin Lizzie genannt, galt mit 15 Millionen Exemplaren lange Zeit als meistverkauftes Auto der Welt, bis der VW Käfer ihn 1972 von Platz eins ablöste. Insgesamt wurden bis zum Produktionsende 2003 ganze 21.529.464 VW Käfer hergestellt. Ein digitales Fotoalbum zur Produktion bei VW sowie kurze Filme lassen den Käfer lebendig werden und belegen seine Popularität.

Blick in die Straßenverkehr-Ausstellung: Ein weißes historisches Cabriolet, eine Kutsche mit Pferd und eine Deckeninstallation aus verschiedenen Holz-Rädern.
Die Ausstellung zum Straßenverkehr zeigt unter dem Motto „Unterwegs mit Auto & Co“ vielfältige Exponate rund um die Kulturgeschichte der Mobilität. SDTB/ Foto: C. Kirchner 1/1

Elektromobilität und Autos aus Berlin

Eine der Schattenseiten dieser Massenproduktion war und ist der weltweit zunehmende Verkehr und die dadurch verursachte Luftverschmutzung, was wiederum der Elektromobilität Konjunktur verschafft. Elektroautos sind allerdings keine Erfindung der Neuzeit. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts versorgten die Berliner Elektrokonzerne AEG und Siemens komplette Taxiflotten und kommunale Fuhrparks mit Akkumulatoren. Diese waren jedoch noch zu schwer und nicht ausgereift. In der Ausstellung sind einige der frühen Elektrofahrzeuge wie der Slaby-Beringer Kleinstwagen von 1921 und ein Hansa-Lloyd Lastwagen von 1935 zu sehen.

50 Automarken Berliner Herkunft belegen, dass die Hauptstadt vor dem Zweiten Weltkrieg in der Fahrzeugproduktion und -forschung eine führende Rolle spielte. Einige der Marken sind in der Ausstellung vertreten. Hierzu gehören beispielsweise NAG, Bergmann, Weise und Protos. Ein Highlight, der Rumpler-Tropfenwagen aus Berlin, ist in der Luftfahrtausstellung zu sehen.

Auf einem niedrigen Podest stehen drei historische Elektro-Fahrzeuge. Von links nach rechts: ein grüner offener Wagen, ähnlich einer Seifenkiste, ein weißer Fiat 500 und ein grüner LKW mit offener Ladefläche.
Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Elektro-Fahrzeuge gebaut. Die von AEG und Siemens produzierten Akkumulatoren, waren jedoch noch nicht ausgereift und sehr schwer. SDTB/ Foto: C. Kirchner 1/1